Lotte Pritzel - Puppen, Kostüme, Zeichnungen - Titelleiste


Puppen
Kostüme
Grafik

Lotte Pritzel
in München
in Berlin

Kunst & Gewerbe

Literatur
Kontakt

English

Lotte Pritzel in Berlin

Zeitgleich mit dem Umzug nach Berlin erhält Pritzel verschiedene Aufträge von Berliner und Münchner Theatern, ist die Mitarbeit an einem Wiener Figurentheater belegt. Eine schwache Spur lässt sich auch in den Kreisen der Berliner Boheme verfolgen, Freundschaften existieren beispielsweise zu John Höxter und Hans Bellmer. Der zeitweise exzessive Drogenkonsum stellt nicht nur eine gesundheitliche Beeinträchtigung dar, auch Pritzels schöpferische Kraft lässt nach. Es entstehen zwar weitere Wachspuppen, die Zeit der großen Erfolge ist jedoch vorbei.

Ab 1933 ist Gerhard Pagel als praktizierender Arzt in der Reinickendorfer Straße im Berliner Bezirk Wedding gemeldet. Während des Krieges lebt die Familie im Spreewald. Die meisten Wachspuppen und Zeichnungen sind verloren gegangen, ein Teil des Werkes befindet sich in London bei Ernst Friedmann. Nach Kriegsende nimmt er wieder Kontakt zu Pritzel auf und veranstaltet eine Ausstellung in seiner Wohnung. Die Künstlerin kommt nicht, wahrscheinlich aus gesundheitlichen Gründen. Am 17. Februar 1952 stirbt Lotte Pritzel im Lazarus Krankenhaus, kurz nach ihrem 65. Geburtstag. Zwei Jahre später stirbt auch Gerhard Pagel, die Tochter Irmelin lebt seit 1950 in London. 1987 beginnt die Wiederentdeckung der Künstlerin durch eine Einzelausstellung zu ihrem 100. Geburtstag im Münchner Stadtmuseum.

Vergrößerung